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Er steht im Zentrum jedes Heimkinos: der Fernseher. Dank wachsender Bilddiagonalen und Auflösung vermitteln aktuelle TV-Geräte echtes Kino-Feeling zu Hause. Doch bei der Geräteauswahl sehen sich Heimkino- Fans mit einer Vielzahl von Kürzeln und Fachbegriffen konfrontiert: Full-HD oder HD-ready, LCD oder Plasma, HDMI, YUV, ... ? Wir möchten Ihnen mit dieser Informationsseite dabei helfen, im Dschungel dieser Begriffe den für Sie richtigen Fernseher zu finden. Damit er Ihnen viele unterhaltsame Stunden bescheren kann.

LCD oder Plasma ?


Welche Bauweise für flache Fernseher ist besser? Wo liegen die Vor- und Nachteile? Lesen Sie, worauf Sie bei der Entscheidung achten sollten.

Zwei Technologien kommen bei flachen Fernsehern zum Einsatz: Flüssigkristall- (auch LCD für englisch „Liquid Crystal Display“) und Plasmamonitore. Die Funktionsprinzipien der beiden Bilderzeugungsverfahren unterscheiden sich und haben daher bestimmte Vor- und Nachteile.

Größenunterschiede
Traditionell galt die Faustregel: LCD-Fernseher deckten Bildschirmdiagonalen bis etwa 36 Zoll (92 cm) ab, Plasma-Fernseher waren für die Bildgrößen oberhalb dieses Maßes besser geeignet. Dies gilt heute so nicht mehr: Auch LCD-Fernseher sind mit Diagonalen bis 65 Zoll (165 cm) erhältlich, Plasma-Geräte reichen hinunter bis 32 Zoll (81 cm). Noch kleinere Bildschirme lassen sich mit der Plasma-Technik allerdings nicht bauen, weil die Plasma-Zellen sich nicht beliebig verkleinern lassen. Eher ausschlaggebend für den Preis von TV-Geräten ist heute aber die Auflösung: Full-HD-Geräte sind aufwändiger zu produzieren und daher teurer.

Stärken und Schwächen
Weil die Bildzellen beim Plasma-Verfahren aktiv leuchten, während bei LCD Licht ausgefiltert wird, liefern Plasma-Geräte meistens brillantere Farben. Dafür sind Plasma-Fernseher empfindlich gegen den so genannten Einbrenn-Effekt: stehen dieselben Bildinhalte sehr lang auf dem Schirm (etwa bei Videospielen), können sie sich als Geisterbilder in den Bildschirm „einbrennen“. Dieses Problem kennt das LCD-Verfahren nicht. Zudem punktet es oft mit helleren und somit kontrastreicheren Bildern. Dafür stellt die Darstellung von dunklem Schwarz viele LCD-Schirme vor Probleme. Und manche Flüssigkristall-Fernseher leiden unter extremen Blickwinkeln – wer schräg auf das TV-Gerät schaut, erkennt nicht mehr viel. In punkto Stromverbrauch nehmen sich die Technologien nicht viel – er hängt heute mehr vom individuellen Gerät als von der grundsätzlichen Bilderzeugungs-Technik ab. Außerdem gilt natürlich: je größer ein Fernseher, umso mehr Strom verbraucht er auch. Bei Plasma-Geräten ist die Stromaufnahme zudem stark vom Bildinhalt abhängig; helle, weiße Flächen verbrauchen mehr Energie als dunkle oder schwarze Bilder. Bei LCD-Geräten ist dieser Effekt geringer.

Der individuelle Eindruck zählt
Die Hersteller haben die prinzipiellen Nachteile beider Technologien aber immer weiter entschärft. Verlassen Sie sich heute daher darauf, was Sie sehen: bei der Geräteauswahl sollten Sie sich mit eigenen Augen von der Bildqualität überzeugen. Nun wissen Sie ja, worauf Sie dabei achten sollten.

So funktioniert die Technik
LCD-Fernseher

sind stark verwandt mit den Monitoren, die man vom PC kennt. Jeder einzelne Bildpunkt wird von einem Flüssigkristall-Element gesteuert. Je nachdem, ob eine elektrische Spannung anliegt, lassen die Flüssigkristalle das Licht einer Hintergrundlampe durch oder sperren es (Bild rechts oben).

Plasma-Fernseher
besitzen für jeden Bildpunkt eine mit Edelgas (Neon oder Xenon) gefüllte Zelle. Liegt an den Elektroden der Zelle eine Spannung an, versetzt diese das Gas in einen „Plasmazustand“, worauf es UV-Licht emittiert. Diese regt wiederum eine Phosphorschicht zum Leuchten an (Bild rechts unten).

HD-ready oder Full-HD


Wie viel Auflösung hätten Sie denn gern? Worin liegt der Unterschied zwischen HD-ready und Full-HD? Und sind mehr Pixel in jedem Fall besser?
Hochauflösendes Fernsehen ist die Zukunft – und schon heute in aller Munde. Auch wenn ein Großteil der ausgestrahlten Fernsehprogramme noch in der klassischen PAL-Auflösung gesendet wird, gibt es doch immer mehr Programminhalte in hoher Auflösung („HDTV“): Angefangen von den ersten, per Digital-TV oder auch IPTV empfangbaren HDTV-Kanälen wie Anixe HD, HD1, Pro7 HD, Sat.1 HD, Premiere HD und Discovery HD, über die DVD-Nachfolger Blu-ray und HD-DVD bis hin zu eigenen Camcorder-Aufnahmen oder der Präsentation hochauflösender Digitalfotos auf HD-. Mit wenigen Ausnahmen sind alle aktuellen Flach-Fernseher „HD-ready“ und somit in der Lage, HDTV-Inhalte anzuzeigen. Doch „HD-ready“ bedeutet noch nicht, dass der Bildschirm die maximale HDTVAuflösung von 1920 x 1080 Pixeln anzeigen kann. Das entsprechende darf ein TV Gerät bereits tragen, wenn sein Bildschirm mindestens 720 Bildzeilen darstellen kann – zum Beispiel in der verbreiteten Auflösung von 1366 x 768 Pixeln.

Vor- und Nachteile von Full-HD
Besitzt der Bildschirm dagegen als „native“ (also tatsächlich in Form von Zellen oder Bildpunkten vorhandene) Auflösung die maximale HDTV-Pixelzahl von 1920 x 1080, spricht mal von „Full-HD“ – also „voller HD-Auflösung“. Der visuell wahrnehmbare Unterschied ist allerdings geringer als man von den Zahlen her meinen könnte. Nur wer relativ nah vor dem Fernseher sitzt und besonders hochwertig produziertes HDTV Material betrachtet, dem fällt die höhere Bildauflösung typischerweise auf. Dennoch: für die maximal erzielbare Bildschärfe und die wirklich uneingeschränkte Bildqualität und Detailtreue von HDTV-Signalen ist ein Full-HD-Bildschirm Voraussetzung. Doch „Full-HD“ hat auch Nachteile: so gut die hohe Auflösung zu HDTV-Bildquellen passt, so weit ist sie von der klassischen PAL-Auflösung entfernt. Um das Bildsignal von „Standard Definition“- Fernsehsendungen oder den heute üblichen DVDs mit seinen 720 mal 576 Bildpunkt auf 1920 x 1080 Pixel hochzurechnen, ist eine sehr leistungsstarke Signalverarbeitung notwendig. Die Gefahr besteht, dass die „skalierten“ Bilder unscharf wirken und durch digitale Bildfehler („Artefakte“) entstellt werden.

Welcher TV-Typ sind Sie?
Wer sicher weiß, dass er über die nächsten Jahre überwiegend PAL-Fernsehen und
DVDs mit „Standard Definition“ anschauen will, ist deshalb in der Regel mit einem „HD-ready“-Gerät besser beraten. Wer dagegen schon heute auf HD-Empfang per Kabel, Satellit oder IPTV setzt und auch schon oder in Kürze einen Blu-ray- und/oder HD DVD- Player anschaffen will, der ist prädestiniert für ein „Full-HD“-Modell. In jedem Fall sollte man bei der Geräteauswahl darauf achten, dass der Fernseher eine leistungsstarke Signalverarbeitung bietet.
 
„HD-ready“ und „HD-ready 1080p“
Um HD-taugliche Geräte zu identifizieren, haben die Hersteller zwei Gütesiegel entwickelt: Das Logo HD-ready bekommen Fernseher und Projektoren, die folgende Kriterien erfüllen: 1. Das Gerät akzeptiert HDTV-Signale über eine analoge (YUV) und eine digitale Buchse (HDMI oder DVI mit HDCP). 2. Das Bild hat 16:9- Format und mindestens 720 Zeilen. 3. Die Elektronik versteht die Signale 720p und 1080i. Trägt das Logo den Zusatz 1080p, erfüllt das Gerät zusätzliche Anforderungen: es hat eine native Auflösung von 1920 x 1080 Pixel, kann Bilder progessiv darstellen und akeptiert Signale mit 24, 50 und 60 Hertz.
 

Progressive


1080 Bildzeilen sind nicht alles. Zum Abspielen von HD-Filmen von Blu-ray und HD-DVD sollte der Fernseher auch „progressive“ Darstellung unterstützen.
Von je her war Übertragungskapazität oder „Bandbreite“ ein knappes Gut. Das galt insbesondere in der Zeit analoger Ausstrahlungen per Antenne oder Kabel. Schon das klassische PAL-Fernsehen behalf sich daher eines Tricks, mit dem sich die Anzahl übertragener Bildzeilen halbieren ließ, ohne dass es dem Zuschauer allzu sehr aufgefallen wäre: dem „Zeilensprung“ oder englisch: „Interlaced“-Signalen. Denselben Trick gibt es auch noch im HDTV-Zeitalter: der Buchstabe i beim Signaltyp 1080i weist auf den „Interlaced“-Modus hin.

Weg mit dem Zeilensprung
Im Kino allerdings gibt es kein „Interlaced“. Dort werden 24 Vollbilder pro Sekunde projiziert. Um denselben Bildeindruck auch im Heimkino zu liefern, sind Kinofilme auf den neuen Disc-Typen Blu-ray und HD-DVD mit 24 „progressiven“ (also zeilensprungfreien) Bildern pro Sekunde gespeichert. Man spricht auch von „p/24“ oder „24p“. Sofern Abspielgerät und Bildschirm diesen Modus unterstützen, werden dann 24 Vollbilder mit 1080 Bildzeilen pro Sekunde angezeigt („1080p“). Gute Signalverarbeitungs- Elektronik kann außerdem 1080i-Signale durch Errechnen von Zwischen-Zeilen („De-Interlacing“) in 1080p anzeigen. Beide Modi sollte ein HD-tauglicher Fernseher beherrschen.

So funktioniert der Zeilensprung

Bisherige TV-Signale zeigen zuerst alle ungeradzahligen Bildzeilen, und danach alle geradzahligen. Man spricht auch von „Halbbildern“. Erfolgt der Wechsel schnell genug (25 mal pro Sekunde), nimmt das Auge nur noch ein leichtes Flimmern war, hat aber den Eindruck einer flüssigen Bewegung aus 50 Einzelphasen pro Sekunde.
 

Weg mit dem Zeilensprung


Der Standard „Digital Video Broadcast“ (DVB) sorgt für digitalen TV Empfang. Doch was muss das Fernseher zu diesem Zweck können?
Hochauflösendes Fernsehen wird in Europa ausschließlich digital ausgestrahlt. Aber auch „Standard Definition“- Programme (also klassisches PALFernsehen) gelangt zunehmend auf digitalen Übertragungswegen ins Wohnzimmer. Der Vorteil: mit Digital-TV lassen sich mehr Programme über vorhandene Kanäle übertragen. Empfangsstörungen führen nicht mehr zu Rauschen oder Geisterbildern, bei geringer Signalqualität allerdings zu Pixel-Blocks und ruckelnden Bildern. Die digitale TV-Ausstrahlung kann über alle bisher bekannten Übertragungswege erfolgen: per Antenne, per Kabel oder per Satellit. Für jeden dieser Übertragungswege gibt es einen eigenen Sendestandard: DVB-T für Antenne, DVB-C für Kabel oder DVB-S für Satellit. Je nach dem von Ihnen verwendeten Empfangsweg sollte Ihr TV-Gerät ein entsprechendes Empfangsteil („Tuner“) besitzen. Ist dieser nicht im Gerät eingebaut, hilft eine externe Empfangsbox. Weil sie in Zeiten von Röhren-Geräten oben auf dem TV-Gerät stand, spricht man auch von einer „Set-Top-Box“. Mit „IPTV“ kam unlängst ein weiterer Empfangweg für Digital-TV hinzu: das Internet. Auch IPTV erfordert eine Set-Top-Box.

PAL & Co.


Bei aller Begeisterung für HDTV sollte man nicht vergessen: das alte PAL Fernsehen ist längst noch nicht tot. Was bedeutet das beim Gerätekauf?
Die neuen Programmquellen für HDTV liefern bis zu fünf mal mehr Bildpunkte als das konventionelle PAL-Fernsehen: 1920 mal 1080 entspricht 2 Megapixeln, die 720 mal 576 Pixel von PAL sind 0,4 Megapixel. Doch es wird noch bis zum Jahr 2010 oder länger dauern, bis die meisten TV-Sender ihr Programmangebot in HDTV ausstrahlen. Und selbst dann ist über viele Jahre ein Parallelbetrieb von HD und SD (Standard Definition) abzusehen. Auch HD-ready und Full-HD-Fernseher müssen deshalb noch auf viele Jahre mit PAL-Signalen klar kommen. Digitale Signalverarbeitung mit aufwändigen Rechenoperationen wie De-Interlacing, Skalierung und Bewegungserkennung und –Berechnung sorgen dafür, dass die niedrigauflösenden Fernsehbilder auf HD-ready- und Full-HD Bildschirmen immer noch gut aussehen.

Wer übernimmt das Skalieren?
Empfangsteile für klassisches PAL-TV sind deshalb in praktisch allen aktuellen Flach-TV-Geräten eingebaut. Auch Zusatzgeräte wie DVD- und Festplattenrecorder sind bis auf weiteres auf PAL-Empfang ausgelegt. Das Hochrechnen auf die höhere Displayauflösung übernimmt die Bildverarbeitungselektronik des Fernsehers. Im typischen Wohnzimmer-Gerätepark finden sich aber auch immer mehr Geräte, die diese Funktion ebenfalls bieten. So ist in höherwertigen DVD-Playern häufig ein „Scaler“ eingebaut, der die PAL-Auflösung der Silberscheiben auf HDTV-gerechte Pixelzahlen hochrechnet, um dann per HDMI-Buchse ein HD- Signal ausgeben zu können. Ähnliches gilt für Festplatten- und DVD-Recorder mit HDMI-Schnittstelle. Und auch HDTV-kompatible Settop-Boxen können PAL-Signale häufig in höhere Auflösungen hochrechnen. Blu-Ray- und HD-DVD-Player können im übrigen auch DVDs abspielen und deren Bildsignale hochrechnen – „skalieren“. Wenn Sie solche Geräte besitzen, stellt sich die Frage, welche Komponente das Skalieren übernehmen soll: der Zuspieler oder der Fernseher? Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Vor allem sehr hochwertige Player erzielen beim Skalieren und De-Interlacing häufig bessere Ergebnisse als die TV-Elektronik. Umgekehrt ist die Signalverarbeitung des Fernsehers oft besser auf den Bildschirm abgestimmt als ein externes Gerät. Die praktische Empfehlung kann daher nur lauten: probieren Sie es aus und vergleichen Sie die Ergebnisse. Vermeiden Sie dabei aber „doppelte“ Skalierung – etwa wenn der Player 1080p liefert, das TV Gerät dieses Signal dann aber wieder auf native 720 beziehungsweise 768 Zeilen herunterrechnen muss.

HDTV bleibt ungeschlagen
Auch wenn PAL-Zuspieler einen „Scaler“ besitzen, sehen Sie damit trotzdem kein HDTV. Die Bildverarbeitung kann das PALBild „aufblasen“, dabei aber niemals die hohe Schärfe echter HD-Signale erzielen.

So funktioniert der Zeilensprung
Zu PAL-Zeiten galt: Der ideale Betrachtungsabstand entspricht der vier- bis sechsfachen Bildhöhe. Von einem Röhren-TV mit 76 Zentimeter Diagonale sollte man demnach 1,5 bis 2,2 Meter entfernt sitzen. Mit großen Flach-TVs geht diese Rechnung nicht mehr auf – niemand will über drei Meter von seinem 106-cm- Bildschirm entfernt sitzen. HDTV soll deshalb bei gleichem Schärfeeindruck größere Bilder, also geringere Betrachtungsabstände ermöglichen. Vor HDTV-Bildern genügt daher ein Abstand von dreifacher Bildhöhe.




HDMI & Co.


HDMI, DVI, YUV, VGA, Scart, S-Video – moderne TV-Geräte haben unzählige Buchsen. Wo schließt man am besten welches Zuspielgerät an?

Schon längst ist der Fernseh-Empfänger (Tuner) im TV-Gerät nicht mehr die einzige Programmquelle für Bewegtbild und Ton. DVD-Player, Set-Top- Boxen, Spielekonsolen, Camcorder und auch digitale Fotokameras bieten sich ebenfalls als Signallieferanten an. Kein Wunder also, dass moderne Fernseher ein Vielzahl von Buchsen und Anschlüssen benötigen.

Anschlüsse für HDTV
Handelt es sich bei den zugespielten Signalen um HDTV, kommen allerdings nur drei Buchsentypen in Frage: der analoge Komponenten- Eingang (auch „YUV“ genannt)
sowie ihre digitalen Pendants HDMI oder DVI. Die HDMI-Buchse hat sich dabei als Standard-Anschluss für hochauflösende Bild- und Ton-Signale etabliert. Von dieser Buchse kann ein modernes TV-Gerät kaum genug haben – zwei sind für ambitionierte Nutzer Mindestanforderung, drei oder mehr HDMI Buchsen sind besser. Anstelle von HDMI können manche Geräte auch die vom PC bekannte DVI-Buchse besitzen. Während HDMI jedoch Bild- und Tonsignale empfängt, lassen sich per DVI nur Bilder übertragen – der Ton muss dann über eine zusätzliche analoge oder digitale Audio-Verbindung angeliefert werden. Außerdem muss die DVI-Buchse für HDTV den Kopierschutz HDCP unterstützen. Eine weitere Anschluss-Variante, die unter Umständen hochauflösende Bildsignale akzeptieren kann, ist die ebenfalls aus dem Computerbereich entlehnte VGA-Buchse. Sie akzeptiert analoge Computer-Bildsignal und lässt sich zum Beispiel für die Anzeige hochauflösender Digitalfotos von einem PC oder Notebook nutzen. Gerade beim Einsatz eines Computers als Zuspieler müssen aber verschiedene Probleme berücksichtigt werden. So entspricht auch bei Anschluss per HDMI oder DVI das Pixelraster des Bildschirms nicht immer dem vom PC gelieferten Raster. Insbesondere der bei TV-Signalen sinnvolle „Overscan“ – eine leichte Bildvergrößerung, die für vollflächige Anzeige sorgen soll – kann bewirken, dass PC-Bilder nicht perfekt auf dem Fernseher erscheinen. Zudem müssen Nutzer externer Zuspieler oder eingebauter Kartenleser darauf achten, dass JPEG-Fotos wirklich in der maximalen Auflösung des TV-Geräts und nicht nur als heruntergerechnetes PAL-Bild erscheinen.

Scart & Co. für Standardauflösung
Alle weiteren üblichen Anschlüsse sind nur für niedrigauflösende Signale auslegt. Doch
im Wohnzimmer-Kino gibt es ja noch jede Menge solcher Zuspieler. Zwar lassen sich bei Bedarf auch Standard-Definition-Signale per HDMI oder YUV übertragen – diese knappen Buchsen sollte man aber möglichst für HDTV-Zuspieler reservieren. Für SD Signale eignet sich am besten die klassische Scart-Buchse, die nach wie vor an fast allen TV-Geräten zu finden ist. Via Scart können unterschiedliche Signaltypen übertragen werden. Die höchste analoge Bildqualität erzielen Sie mit RGBSignalen. Per Scart lassen sich aber auch die etwas weniger hochwertigen Signalarten S-Video und FBAS übertragen. Im Idealfall unterstützt das TV-Gerät alle Varianten. Zusätzlich bieten viele Fernseher auch noch Y/C-„Hosiden“- und FBAS-Cinch- Buchsen. Da sie vor allem für den Anschluss mobiler Geräte wie Camcordern oder Multimedia- Playern zum Einsatz kommen, sollten Sie von vorn zugänglich sein.

Verschlüsselung per HDCP
Auf Drängen der Filmindustrie dürfen HDTVBilder nur mit dem Kopierschutz HDCP (High Bandwidth Digital Content Protection) übertragen werden – im Klartext: verschlüsselt. Der HDCP-Standard sieht vor, dass sich Zuspieler und Anzeigegerät gegenseitig identifizieren. Nur wenn das erfolgreich war, fließen die digitalen Bild- und Tondaten. Geräte mit HDMI-Buchsen erkennen und entschlüsseln diesen Kopierschutz auf jeden Fall. Dagegen unterstützen nicht alle Bildschirme mit DVI auch HDCP. Wenn beide Komponenten HDCP beherrschen, können Sie aber per Adapterkabel einen HDMI-Ausgang an einen DVI-Eingang anschließen – und umgekehrt.
 

Multimedia


PC, Internet und mobile Multimedia-Geräte wie Camcorder oder MP3- und Video-Player bieten zusätzliche Inhalte. So kommen sie auf Ihr TV-Gerät.
Das TV-Gerät und die Sound-Anlage im Wohnzimmer sind nicht nur Heimkino, sondern auch der ideale Ort, um eigene Digitalfotos zu präsentieren oder Musik- und Videodateien abzuspielen, die man sonst nur am Computer im Arbeitszimmer im Zugriff hat. Zu diesem Zweck besitzen viele moderne TV-Geräte einen Karten-Steckplatz, in dem sich Speicherkarten direkt aus der Digitalkamera oder mobilen Multimedia-Geräten einstecken lassen, um vom Fernseher unterstützte Dateiformate abzuspielen. Zusätzlich oder alternativ kann eine USB-Buchse vorhanden sein, über die sich Speichersticks, externe Festplatten oder Kameras und Player anschließen lassen. Selbst eine Aktualisierung der Steuersoftware („Firmware“) des Fernsehers ist – etwa bei aktuellen Philips-Geräten – über die USB-Buchse möglich. Sind die Multimedia-Ansprüche sehr hoch, kann sie das TV-Gerät mit seinen eingebauten Funktionen jedoch möglicherweise nicht mehr komplett erfüllen. Dann braucht man zusätzliche Geräte wie Streaming-Boxen, Media- Center-PCs oder Spielkonsolen. Auch sie finden Anschluss per Scart oder HDMI. Ähnliches gilt für Set-Top-Boxen wie sie etwa für IPTV benötigt werden.
 

Raumklang


Zum großen Bild gehört der große Ton, sprich: Raumklang. Dazu kann man mehrere Boxen im Wohnzimmer aufstellen – muss man aber nicht.
Wer wünscht sich nicht, dass in seinem Heimkino Jets über die Zuschauer hinweg donnern und Explosionen die Wände wackeln lassen. Mit Surround-Anlagen, für die nach Konfiguration sechs (5.1), sieben (6.1) oder noch mehr Lautsprecher im Wohnzimmer aufgestellt werden müssen, wird das möglich. Doch viele Zuschauer scheuen den Aufwand, der mit einer solchen Anzahl an Lautsprechern verbunden ist. Hoch im Kurs stehen deshalb „Virtual Surround“-Lösungen. Bei ihnen sind alle Lautsprecher im Gehäuse des TV-Geräts eingebaut. Durch Anordnung der Schallquellen in ausgeklügelten Winkeln (Philips nennt diese Technik beispielsweise „Ambisound“) liefert das im TV-Gerät eingebaute Mehrkanal-System Raumklang ohne den Bedarf an zusätzlich aufgestellten Boxen. Andere Hersteller setzen dafür auf separate Lautsprecher-Leisten, die etwa unter dem Fernseher montiert werden. Bei einigen Modellen lässt sich der Sound durch eine separate Tiefton-Box aufpolieren. Dazu braucht der Fernseher einen „Subwoofer-Ausgang“. Wer dennoch auf eine komplette Surround- Anlage setzen will, sollte darauf achten, dass sich dort ein „Audio-Delay“ einstellen lässt, damit Bild und Ton synchron bleiben.

 

 

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